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Über Bargeld wird viel geredet. Vieles davon ist falsch. Manches ist sogar so oft wiederholt worden, dass es sich anfühlt wie eine Tatsache.

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Aber wiederholen macht nichts wahr.

Schauen wir uns die sieben häufigsten Behauptungen einmal in Ruhe an. Ohne Aufregung. Ohne Empörung. Einfach nur: Was stimmt und was stimmt nicht?

M Y T H O S  1
"Bargeld ist unsicher"

Stell dir vor, du gehst durch die Stadt mit 200 Euro im Portemonnaie. Damit jemand an dieses Geld kommt, muss er körperlich neben dir stehen. Er muss dich sehen, dich erreichen, dich anfassen.
 

Ein Hacker auf der anderen Seite der Welt braucht das alles nicht. Er braucht nur ein Kabel.

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Ein Dieb braucht deine Nähe. Ein Hacker braucht nur ein Kabel.

M Y T H O S  2
"Bargeld hilft Verbrechern"

Wenn du an Kriminalität denkst, denkst du vielleicht an dunkle Hinterhöfe und Geldkoffer. Die Realität sieht anders aus. Die größten Beträge, die heute illegal bewegt werden, fließen nicht in Scheinen sondern in Datenpaketen.

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​Die größten Verbrechen passieren digital und zwar spurlos, global, leise.

M Y T H O S  3
"Bargeld fördert Steuerbetrug"

Stell dir die Frage ehrlich: Wer hinterzieht in Deutschland die größten Summen? Der Handwerker, der bar bezahlt wird? Oder Konzerne, die Gewinne über drei Länder umleiten, bevor sie irgendwo versteuert werden?
 

Die Antwort kennst du.

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Steuertricks machen die Großen, und nicht dein Portemonnaie.

M Y T H O S  4
"Bargeld ist unhygienisch"

Das ist das schwächste Argument von allen. Studien haben es mehrfach geprüft: Auf einem normalen Geldschein finden sich nicht mehr Keime als auf einem Türgriff. Oder einer Tastatur. Oder dem Smartphone, das du dir zwanzig Mal am Tag ans Gesicht hältst.

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Geldscheine sind nicht schmutziger als dein Handy.

M Y T H O S  5
"Bargeld dient der Geldwäsche"

Ein Koffer voller Scheine fällt auf. Er wiegt etwas. Er macht Geräusche. Man kann ihn nicht durch eine Glasfaser schicken.

Die wirklich großen Summen werden nicht in Hinterzimmern gewaschen. Sie werden über Briefkastenfirmen und Konten in Steueroasen bewegt und zwar per Mausklick.

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Die echten Waschanlagen heißen Offshore-Konten und zwar digital.

M Y T H O S  6
"Bargeld ist teuer"

Wenn du heute mit einem 20-Euro-Schein einen Kaffee bezahlst, kostet dich das: 20 Euro.
 

Wenn du dasselbe mit der Karte machst, verdient irgendwo ein Anbieter mit. Mal sind es Cent-Beträge, mal Prozente. Bei einer Zahlung fällt das nicht auf. Bei zehntausend Zahlungen über ein Leben hinweg schon.

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Teuer wird es erst, wenn du für jede Zahlung eine Gebühr zahlst.

M Y T H O S  7
"Bargeld kann gefälscht werden"

Stimmt – kann es.Aber halt einen verdächtigen Schein gegen das Licht, und du erkennst ihn meist in zwei Sekunden. Wasserzeichen, Hologramm, Sicherheitsfaden. Alles sichtbar. Alles prüfbar. Von dir.

Eine digitale Manipulation hingegen kann monatelang unbemerkt laufen, bevor jemand die Lücke entdeckt. Manchmal jahrelang.

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Falschgeld erkennt man oft sofort, digitalen Betrug dagegen oft jahrelang nicht.

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